Das winterliche Aushängeschild der hessischen Landeshauptstadt behält seine weltberühmte Kulisse: „Wiesbaden on Ice“ bleibt auf dem Bowling Green zwischen Kurhaus, Theaterkolonnaden und den Kaskadenbrunnen beheimatet. Damit ist die Hängepartie um den Standort des beliebten Schlittschuhevents offiziell beendet.
Für Besucherinnen und Besucher sowie für tausende Kufen-Fans bedeutet dieser Schritt Kontinuität und Vorfreude. Das unvergleichliche Flair aus glitzerndem Eis, dampfenden Heißgetränken und dem beleuchteten historischen Kurhaus bleibt auch im kommenden Winter das Herzstück der Wiesbadener Weihnachtsstadt.
Kostenfreies Eislaufen für Schulkinder bleibt Herzensanliegen
Mit der Standortgarantie auf dem Bowling Green steht auch ein ganz zentraler sozialer Baustein der Veranstaltung fest. Wiesbadener Schulkinder werden auch weiterhin kostenfrei aufs Eis dürfen.
Das Projekt ermöglicht es Schulklassen und jungen Nachwuchssportlern, im Rahmen des Unterrichts oder bei Wandertagen ohne finanzielle Hürden Wintersport mitten im Herzen der Stadt auszuüben. Das winterliche Eislaufvergnügen soll so auch in Zukunft für alle Heranwachsenden offenstehen – völlig unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.
Nach Verwirrung – SPD-Fraktion forderte Aufklärung im Wirtschaftsausschuss
Die Zukunft von „Wiesbaden on Ice“ hatte in den vergangenen Wochen für einiges an Verwirrung in der Stadtgesellschaft gesorgt. Gerhard Obermayr, Vorstand der ausrichtenden Sporthilfe Wiesbaden, hatte gegenüber einer Wiesbadener Tageszeitung erklärt, dass sich das Gesamtkonzept weiterentwickeln müsse und dafür der Kranzplatz die besseren Rahmenbedingungen biete. Ein möglicher Umzug stand damit plötzlich im Raum.
Auf politischer Ebene stießen diese Überlegungen jedoch rasch auf deutlichen Widerstand – insbesondere bei der SPD-Rathausfraktion. Die Sozialdemokraten sprachen sich vehement gegen eine Verlagerung aus und forderten, die Veranstaltung unbedingt vor dem Kurhaus zu belassen. Über einen gezielten Antrag im Wirtschaftsausschuss hakte die Fraktion bei den Verantwortlichen nach und drängte auf eine rasche Klärung der Standortfrage.
„Selbst verursachte Schlitterpartie beendet“
„Die SPD-Rathausfraktion war gegen diese Pläne für einen Umzug und stattdessen dafür, die Veranstaltung vor der schönen Kulisse dem Kurhaus zu belassen“, stellte SPD-Fraktionsvorsitzender Silas Gottwald klar.
Auch Aman Yoseph, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Rathausfraktion, zeigte sich über das finale Ergebnis erleichtert: „Wir sind froh, dass die Verantwortlichen die selbst verursachte ‚Schlitterpartie‘ beendet haben. ‚Wiesbaden on Ice‘ bleibt dort, wo es in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil der Wiesbadener Weihnachtsstadt geworden ist.“
Mit dem Verbleib am Kurhaus ist der Weg frei für die Detailplanungen der kommenden Eissaison auf dem Bowling Green.

