Die aktuelle Vollsperrung der Autobahn 643 in Fahrtrichtung Wiesbaden sowie Frankfurt hat am Mittwoch, 23. September, zu massiven Verkehrsbehinderungen und einem drohenden Verkehrskollaps im Wiesbadener Süden geführt.

Nachdem Experten der Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes gravierende Schäden an der neu errichteten Behelfsbrücke zwischen der  Schiersteiner Brücke und dem Autobahnkreuz Schierstein festgestellt hatten, musste der Streckenabschnitt bis auf Weiteres für den Verkehr gesperrt werden. Die statischen Prüfungen und Schadensuntersuchungen vor Ort laufen derzeit auf Hochtouren.

Schierstein und Biebrich vor dem Kollaps – Riesen-Rückstau nach Mainz

Die verkehrlichen Auswirkungen sind enorm: Da alle Fahrzeuge an der Anschlussstelle Wiesbaden-Äppelallee (Ausfahrt 3) abgeleitet werden , reicht der Rückstau auf rheinland-pfälzischer Seite bereits weit bis nach Mainz zurück.

In den Wiesbadener Stadtteilen Schierstein und Biebrich geht auf den Ausweichstrecken kaum noch etwas. Die Zubringer- und Hauptstraßen sind völlig verstopft, es bilden sich endlose Fahrzeugschlangen und erhebliche Zeitverluste sind die Folge.

Autofahrer, die das Wiesbadener Stadtgebiet ansteuern wollen, stehen vor verschlossener Tür – über die A643 gibt es derzeit kein Durchkommen in die City.

Dringende Umleitungsempfehlung – Über Mainzer Ring und Mainspitzdreieck

Um ein völliges Festfahren im Bereich der Äppelallee zu verhindern, hat die Autobahn GmbH eine dringende Warnung an alle Verkehrsteilnehmer herausgegeben. Wer in Fahrtrichtung Frankfurt oder in das Wiesbadener Stadtgebiet unterwegs ist, sollte den gesamten Raum Wiesbaden-Schierstein großräumig meiden. Es wird dringend geraten, über den Mainzer Ring (A60), das Mainspitzdreieck und weiter über die A671 auszuweichen.

Der Verkehr in der Gegenrichtung – von Hessen in Fahrtrichtung Mainz / Bingen – rollt weiterhin uneingeschränkt über die Rheinquerung.

Experten arbeiten unter Hochdruck

Wann die Behelfsbrücke repariert ist und der Verkehr wieder rollen kann, ist derzeit noch völlig offen. Sobald belastbare Ausführungs- und Sanierungszeiten feststehen, will die Autobahn GmbH gesondert über eine mögliche Freigabe informieren. Bis dahin bittet die Behörde um äußerste Umsicht und Geduld auf den Umfahrungsstrecken.

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