Stille Stunde auf Antenne Wiesbaden

Antenne Wiesbaden bringt die „Stille Stunde“ erstmals ins Radio: Neues Format für mehr Teilhabe und weniger Reizüberflutung
Premiere in Deutschland: Inklusionsinitiative wird fester Bestandteil des Radioprogramms von Antenne Wiesbaden.

Die Initiative „Stille Stunde“ gewinnt mit Antenne Wiesbaden einen neuen starken Partner und erreicht damit erstmals den Hörfunk. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt Wiesbaden startet der Sender am 29. Juni 2026 das neue Programmspecial „Die Stille Stunde im Radio“. Künftig wird das Format viermal pro Woche, jeweils montags bis donnerstags von 20 bis 21 Uhr, ausgestrahlt.

Damit wird ein gesellschaftlich relevantes Inklusionsthema erstmals dauerhaft und bewusst im Radioprogramm verankert. Was bislang vor allem aus Einzelhandel, öffentlichen Einrichtungen und Kulturangeboten bekannt ist, wird nun auf ein neues Medium übertragen: ein verlässliches, reizarmes Hörerlebnis für Menschen, die auf eine reduzierte akustische Umgebung angewiesen sind und für alle, die sich bewusst eine Stunde Ruhe im Alltag wünschen.

Ein neues Kapitel für inklusives Radio
Während Radioprogramme traditionell auf hohe Aufmerksamkeit, schnelle Taktung und starke akustische Wiedererkennung setzen, geht Antenne Wiesbaden bewusst einen anderen Weg. Die „Stille Stunde im Radio“ stellt Reizsensibilität, Orientierung und Verlässlichkeit in den Mittelpunkt und erweitert damit die klassische Rolle des Radios um eine neue Dimension gesellschaftlicher Zugänglichkeit.
Die Sendung setzt auf eine besonders behutsame Klanggestaltung. Gespielt werden Titel mit ruhigen Klangfarben und ausgewogener Dynamik. Auf schrille Elemente, abrupte Wechsel sowie laute Soundeffekte wird bewusst verzichtet. Ruhige Moderationen, weiche Übergänge und der Verzicht auf klassische Jingles und markante Einspieler schaffen ein konsistentes und entspanntes Hörerlebnis.
Neben der Musik sind redaktionelle Beiträge rund um die Themen Inklusion, Reizsensibilität und gesellschaftliche Teilhabe geplant. Kurzinterviews mit Beteiligten, Expertinnen und Experten sowie Partnern der Initiative sollen zeigen, wie Barrierefreiheit und Teilhabe auch in den Medien neu gedacht werden können.

„Radio kann auch leise sein“
„Mit der ,Stillen Stunde im Radio‘ schaffen wir ein bewusst reizarmes und verlässliches Hörerlebnis. Dabei geht es nicht allein um geringere Lautstärke, sondern um eine insgesamt sensible und entspannte Klanggestaltung. Radio als täglicher Begleiter kann nicht nur unterhalten und informieren, sondern auch Raum für Ruhe schaffen. Gemeinsam mit der Stadt Wiesbaden greifen wir ein gesellschaftlich relevantes Thema erstmals in dieser Form dauerhaft im Radioprogramm auf. Als Stadtradio wollen wir die Vielfalt Wiesbadens hörbar machen und dazu beitragen, dass sich alle Wiesbadenerinnen und Wiesbadener in unserem Programm wiederfinden. Für uns ist das zugleich ein Innovationsprojekt für die Radiobranche und ein Beispiel dafür, wie Medien gesellschaftliche Verantwortung konkret und nachhaltig umsetzen können“, sagt Corinna Sievert, Geschäftsführerin von Antenne Wiesbaden.

Auch Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende begrüßt die Beteiligung von Antenne Wiesbaden als weiteren und deutschlandweit ersten Radiopartner an der Initiative: „Dass sich seit Beginn so viele verschiedene Partner beteiligen, ist ein wichtiges Zeichen für mehr Teilhabe und Inklusion“. „Die Stille Stunde wird durch die Beteiligung von unserem Lokalsender in unserer Stadt nun auch hörbar umgesetzt und trägt zu weiterer Sensibilisierung und Akzeptanz für Menschen mit nicht sichtbaren Beeinträchtigungen bei.“

Mit der neuen Kooperation setzt Antenne Wiesbaden ein deutliches Zeichen für mehr Inklusion und Teilhabe und zeigt, dass gesellschaftliche Verantwortung nicht nur thematisiert, sondern auch programmlich erlebbar gemacht werden kann.

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